Was hindert mich, getauft zu werden ? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wilfried Plock   

"Was hindert mich getauft zu werden" - diese Frage beschäftigt viele Christen. Wilfried Plock hat auf diese Frage sehr gut geantwortet :

 »Was hindert mich, getauft zu werden?«

(mit freundlicher Genehmigung von W.Plock, http://gemeindedienst.net/ und Konferenz für Gemeindegründung )

Der letzte Befehl, den Jesus Christus seinen Jüngern hier auf Erden gab, lautete: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe" (Matth. 28,18-19).


Warum gibt es dennoch in unserem Volk nur wenige, die in biblischer Weise getauft sind? Im Folgenden geht es um die m. E. häufigsten Hindernisse. Die allergrößte und wohl verbreitetste Barriere ist:


1. Der Unglaube (Apg. 8,36-38)
Der Äthiopier hatte sich in Jerusalem, der frömmsten Stadt der Welt, aufgehalten. Aber keiner konnte ihm dort den Weg zum Frieden seines Herzens zeigen. Gott mußte erst den Evangelist Philippus aus der gesegneten Erweckungsarbeit in Samaria rufen, damit dieser suchende Heide das Leben in Christus finden konnte. Als er gleich darauf den Wunsch äußerte, getauft zu werden, stellte Philippus nur eine Bedingung: "Wenn du von ganzem Herzen glaubst..."


Liebe Leserin, lieber Leser, glaubst Du von ganzem Herzen? Glauben heißt vertrauen. Hast Du Dein Leben Jesus Christus anvertraut? Bist Du mit der Schuld und Verlorenheit Deines Lebens zu Ihm gekommen? Ist er Dein Erlöser und Herr? Lebst Du in einer persönlichen Beziehung zu ihm? Und bist Du bereit, alles zu tun, was er in seinem Wort sagt? Dann glaubst Du. Dem biblischen Glauben geht immer die Umkehr voran und folgt immer der Gehorsam nach. Der Glaube ist die einzige Voraussetzung zur Taufe. Er ist unverzichtbar. Aus Gottes Sicht ist der Unglaube das größte Hindernis, getauft zu werden. Wo kein Glaube ist, da soll - nein, da darf gar nicht getauft werden. Darum macht die sogenannte "Säuglingstaufe" gar keinen Sinn! Jesus Christus lehrt: "Wer glaubt und getauft wird..." (Mk. 16, 15-16). Der Glaube ist die Bedingung.


Warum gibt es in unserem Volk nur wenige, die in biblischer Weise getauft sind? Weil das große Hindernis des Unglaubens so viele Menschen hindert! Ist unter den Lesern jemand, der noch nicht glaubt? Dann habe ich ein wunderbares Wort für Dich: Jesus sagt: „Wer glaubt und getauft wird, der wird errettet werden". Das ist Herrlich! „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Joh.3,16). Aber ich habe auch ein ernstes Wort an Dich. Jesus mahnt: „Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden". Bitte wähle! Welchen Weg willst Du gehen?


Wir haben nun von dem ersten Hindernis gesprochen. Gott will nicht, daß Menschen ohne eine persönliche Beziehung zu ihm getauft werden. Den meisten Leuten steht darum ihr Unglaube im Weg. Jetzt kommen wir zu einer zweiten Gruppe. Was hindert denn diese Menschen?


2. Der Sakramentalismus.
"Sakrament" bedeutet Heilszeichen, heilbringendes Mittel, Gnadenmittel. Der Sakramentalismus tauchte bereits in der frühen Kirche auf. Als im Jahr 313 n.C. die römische Staatskirche entstanden war, ging es mit dem geistlichen Leben sehr schnell bergab. Echte, lebendige Jesus-Nachfolge wich der faden, abgestandenen Dogmenfrömmigkeit. Noch im selben 4. Jahrhundert lehrte der bekannte Kirchenvater Augustin: "Kommt das Wort zum Element, so wird daraus ein Sakrament". Das heißt: Brot und Wein plus Einsetzungsworte ergeben das Sakrament des Abendmahles; Wasser plus Taufbefehl ergeben das Sakrament der Taufe, usw. Das Sakrament wurde zum „Baal" der Kirche.


Wir machen einen Sprung in das 20. Jahrhundert und betrachten die Taufpraxis in den beiden Großkirchen. Die römisch-katholische Kirche lehrt heute über die Taufe folgenderweise:
"Die Taufe ist das Sakrament, das den Menschen von der Erbschuld und der persönlichen Schuld befreit, das ihn Christus und seiner Kirche eingliedert. Es ist also die Pforte zu neuem, übernatürlichem Leben. Die Taufe ist heilsnotwendig, die Taufe bewirkt die Nachlassung der Erbsünde, aller persönlichen Sünden sowie aller Sündenstrafe, ferner die Mitteilung der heiligmachenden Gnade, die Eingliederung in Christus, die Zugehörigkeit zur Kirche" (Zitat aus Neuner-Roos "Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung", 11. Auflage, S.362). Das ist Sakramentalismus!


Die Tauflehre der Evangelischen Kirche lautet ähnlich:
"Die Kirche tauft im Gehorsam gegen den Befehl Christi. In der Heiligen Taufe nimmt der dreieinige Gott selbst den Menschen an sich, löst ihn vom Fluch der Sünde und des Todes, wendet ihm als seinem Kinde alle guten Gaben zu und gliedert ihn seiner Gemeinde ein. Dies will vom Getauften täglich neu in Dankbarkeit geglaubt und in tätiger Liebe bezeugt werden....Es entspricht kirchlicher Ordnung, daß die Kinder bald nach ihrer Geburt getauft werden....Durch die Taufe wird der Mensch Glied der Gemeinde Jesu Christi. Deshalb sollen die Kinder in der Kirche und am besten in einem Gottesdienst der Gemeinde getauft werden..." (Zitat aus der "Kirchlichen Lebensordnung" Die Heilige Taufe, Fassung vom 11.11.83 der Evangelischen Landeskirche von Baden).


Lieber Leser, auch das ist Sakramentalismus! Ich persönlich bin davon überzeugt, daß der Sakramentalismus eines der größten Hindernisse für die echte biblische Taufe ist, und für viele überdies eine geistliche Blockade zur Bekehrung und Wiedergeburt. Warum sollte sich ein Mensch bekehren, dem von Kindesbeinen an gesagt wird, er sei durch die Säuglingstaufe bereits Christ? Ein gesegneter Evangelist sagte schon im letzten Jahrhundert: "In Deutschland werden die Menschen von Geburt an in das Leichentuch der Säuglingstaufwiedergeburtslehre eingehüllt." Aber die Sakramentalisten irren. Auch Martin Luther lag an dieser Stelle falsch. Er löste sich nie ganz vom katholischen Sakramentalismus und fiel später sogar teilweise wieder in denselben zurück. Heute lehrt die römisch-katholische Kirche sieben Sakramente, die neuapostolische Kirche drei, die evangelische Kirche zwei, aber die Bibel lehrt nur ein Sakrament: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Röm. 6,23). Es gibt also lediglich ein heilbringendes Mittel. Es ist der Glaube an den Herrn Jesus Christus.


Lieber Leser, warst Du an dieser Stelle falsch informiert? Dann glaube und gehorche der Heiligen Schrift und löse Dich vom evangelischen oder katholischen Sakramentalismus! Laß Dich - an den Sohn Gottes gläubig geworden - in biblischer Weise taufen!
Was hindert mich, getauft zu werden?


3. Der Traditionalismus
Jetzt erweitert sich der Kreis der Betroffenen. Kaum jemand ist ohne jegliche religiöse Tradition aufgewachsen. Der eine kommt aus der katholische Tradition, der andere aus der evangelischen, der nächste aus freikirchlicher, wieder ein anderer aus pietistischem Hintergrund. Es gibt eine Unzahl von religiösen Traditionen. Sicherlich haben alle Gutes. Aber alle haben auch Schlechtes, nämlich da, wo sie von der Heiligen Schrift abweichen. Darum müssen wir alle Traditionen ausnahmslos am geschriebenen Wort Gottes prüfen.


Was lehrt die Bibel über Glaube und Taufe? Wir gehen im Überblick durch das Neue Testament und werden dabei eine sehr wichtige Reihenfolge kennenlernen: 1. WORT 2. GLAUBE 3. TAUFE 4. WERK(E).


Matth. 28,18-19: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin (Wort) und macht alle Nationen zu Jüngern (Glaube), indem ihr diese tauft (Taufe)..... und sie lehrt alles bewahren, was ich euch geboten habe (Werk)."


Apg. 2,36-42: „Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, daß Gott diesen Jesus.... zum Herrn und Christus gemacht hat (Wort).... Die nun sein Wort aufnahmen (Glaube), ließen sich taufen (Taufe), und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten" (Werk).


Apg. 8,5+12: „Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus (Wort)..... Als sie aber dem Philippus glaubten,..... (Glaube), wurden sie getauft , sowohl Männer als Frauen (Taufe)." - (Anmerkung: keine Kinder!)


Apg. 8,35-40: „Philippus aber tat seinen Mund auf....und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus (Wort). Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer spricht: Siehe, da ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?..... Er sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist (Glaube). Und er befahl den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide in das Wasser hinab,... und er taufte ihn (Taufe). ...er zog seinen Weg mit Freuden" (Frucht / Werk).


Apg. 16,14-15: „Und eine Frau mit Namen Lydia, ...die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz tat der Herr auf, daß sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde (Wort). Als sie aber getauft worden war (Taufe) und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, daß ich an den Herrn gläubig sei (Glaube), so kehrt in mein Haus ein und bleibt... (Werk)."


Apg. 16,30-34: „Ihr Herren, was muß ich tun, daß ich errettet werde? Sie aber sprachen (Wort): Glaube an den Herrn Jesus (Glaube), und du wirst errettet werden, du und dein Haus..... Und er nahm sie in der jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab (Werk); und er ließ sich taufen und alle die Seinen sogleich (Taufe)..... und frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus."


Die oben angeführten Gedanken finden sich zum ersten Mal in Balthasar Hubmaiers Schrift „Von der christlichen Taufe der Gläubigen", die 1525 erschien. Hubmaier mußte seine Taufe wie viele andere mit dem Leben bezahlen. Christen, die damals die biblische Lehre von der Taufe erkannten und praktizierten wurden oft in dem selben Gewässer ertränkt, in dem sie sich hatten taufen lassen, oder sie wurden - wie Hubmaier - auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es gehört wohl zu den traurigsten Kapiteln der Kirchengeschichte, daß nach der Reformation Tausende von Gläubigen der sogenannten Täuferbewegung von anderen „Christen" getötet wurden. Wer erlaubt uns nun, die oben beschriebene Reihenfolge Wort - Glaube - Taufe - Werk(e) umzudrehen?


Charles Haddon Spurgeon spricht in seiner Schrift „Das Buch der Bilder und Gleichnisse" sinngemäß von einem Dienstmädchen, das die Anweisung erhält: „Marie, fege das Empfangszimmer aus, wische es feucht aus und dann wische noch den Staub von Tischen, Stühlen und Büchern!" Wie würde wohl der Hausherr reagieren, wenn die Magd die Reihenfolge einfach auf den Kopf stellen würde? Darum laß nie die biblische Ordnung außer Betracht! Wenn Gott bestimmt: 1 - 2 - 3 - dann sage Du nicht: 3 - 2 - 1! Die biblische Reihenfolge lautet: hören, glauben und getauft werden.


Und was ist mit dem häufig propagierten "Scheckmodell"? Seine Vertreter behaupten: „Gott habe in Christus die Erlösung vollbracht und buche sie bei der Kindertaufe auf das Lebenskonto eines Kindes. Bei der Bekehrung hebe der Mensch den Scheck ab, und die Taufe bekomme ihre Gültigkeit." Zugegeben, das klingt menschlich sehr schön. Ich selbst habe diese Sicht leider auch viele Jahre vertreten. Aber wo findet sich diese Theorie in der Bibel?


Und wenn Du sagst: „Aber die Kindertaufe ist doch so eine schöne Gewohnheit...!" Cyprian erkannte bereits im 3. Jahrhundert n.Chr.: „Gewohnheit ohne Wahrheit ist ein durch Alter gesicherter Irrtum." Bitte, lieber Leser, breche mit den alten Traditionen und Gewohnheiten und gehe den neuen biblischen Weg!


Aber die Schrift berichtet doch von „Haustaufen"; könnten da nicht Kinder und Säuglinge dabei gewesen sein? Die Antwort gibt eine genaue Betrachtung des Zusammenhangs der fünf betreffenden Stellen:


1. Kornelius und sein Haus (Apg.10): Getauft wurde, wer den Heiligen Geist empfangen hatte (V. 47, 48). Der Heilige Geist aber war zuvor auf alle gekommen, die dem Wort zuhörten (V.44). Dies schließt kleine Kinder und Säuglinge aus.


2. Lydia und ihr Haus (Apg.16): Vers 40 zeigt, daß im Haus der Lydia „Brüder" waren, also Menschen, die an Christus glaubten. Diese waren getauft worden.


3. Der Gefängniswärter und sein Haus (Apg.16): Paulus und Silas predigten das Wort allen, die im Haus waren (V.32). Der Wärter und seine Angehörigen wurden getauft (V.33). Dann heißt es, daß sich sein ganzes Haus mitfreute, daß er an Gott gläubig geworden war. Zum einen hätten kleine Kinder und Säuglinge diese geistlichen Vorgänge nicht erfassen können - schon gar nicht mitten in der Nacht. Zum andern waren alle, die sich mitfreuten gläubig geworden. Ungläubige hätten sich wohl kaum über eine Bekehrung gefreut - vor allem nicht in einer Zeit, in der die Christusnachfolge den Kopf kosten konnte.


4. Krispus und sein Haus (Apg.18): Vers 8 zeigt eindeutig, daß alle Hausgenossen dieses Synagogenvorstehers alt genug waren, um glauben zu können, denn alle Getauften hatten (aktiv) zugehört.


5. Die Familie des Stephanas (1.Kor.1,16): Von dem selben Personenkreis wird in 1.Kor.16,15 gesagt, daß sie sich in den Dienst der Heiligen gestellt haben. Kleine Kinder und Säuglinge können das nicht.


Fazit: Aus der Schrift ist deutlich zu ersehen, daß es sich bei diesen Haustaufen ausschließlich um Menschen handelte, die das Wort Gottes hören und glauben konnten, die sich über ihre Errettung freuten und sich sofort in den Dienst des Herrn stellten. Wenn Kinder dabei waren, so waren sie alt genug, um eine persönliche Entscheidung zu treffen. Es steht nirgendwo, daß sie zur Taufe gebracht wurden, sondern sie ließen sich taufen. Das ist ein großer Unterschied! Wir fragten: Was hindert mich, getauft zu werden?


4. Der Ungehorsam
Es ist sicher schlimm, wenn man von all diesen Dingen nichts wußte. Es ist sicher schlimm, wenn man in einer falschen Tradition gefangen war. Aber wenn man alles von der Bibel her weiß, und dem Herrn dennoch nicht gehorchen will - das ist wohl am schlimmsten! Viele Gläubige sagen im Blick auf die Taufe ganz lapidar: "Sie ist nicht heilsnotwendig!" Diese Begründung bedeutet in der Konsequenz, daß Du für den Herrn nur das tun willst, was heilsnotwendig ist, was Dich selig macht!? Spurgeon wiederum schreibt dazu: „Der Mensch, der nur tun will, was er zu seinem Seligwerden für wesentlich hält, wird nur seine eigene Haut retten wollen, und Christus kann seinetwegen bleiben, wo er will." Willst Du Dich wirklich so verhalten?


Viele Gläubige sagen im Blick auf die Taufe: "Sie ist doch unbedeutend!" Bitte bedenke, daß die Taufe ein Gebot des Herrn ist! Wo es sich um den Willen Gottes handelt, gibt es nichts Unbedeutendes. Und wenn Du wirklich meinst, es sei nur eine Kleinigkeit, dann sei bitte im Kleinen treu! Denn wer im vermeintlich Kleinen nicht treu ist, wie will derjenige im Großen treu sein?

Andere Christen argumentieren: „Meine Bekehrung liegt schon Jahre oder Jahrzehnte zurück. Warum sollte ich mich nun noch taufen lassen?" Der Bekenntnischarakter würde bei einer solchen Taufe freilich weitgehend wegfallen. Aber warum solltest Du nicht den Gehorsam gegen Gottes Wort nachholen? Und warum solltest Du nicht damit die Grundlage legen, um diese Lehre der Schrift zukünftig glaubhaft bezeugen zu können?

Schließlich sagen viele Gläubige im Blick auf die Taufe: "Ich weiß schon, daß das in der Bibel steht, aber Gott muß es mir persönlich zeigen!" Wie soll Dir Gott das zeigen? Ist es Dir nicht genug, daß die Aufforderung zur Taufe und die Beispiele der Taufe Dutzende Male im Neuen Testament stehen? Muß Dir der Herr für seine anderen Gebote auch jeweils eine Extraoffenbarung geben? Kann es sein, daß Du in diesem Stück einfach nicht gehorchen willst? In 1. Sam. 15,23 steht ein erschütternder Satz: "Denn Ungehorsam (Widerspenstigkeit) ist Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst." Widerstreben ist deshalb wie Abgötterei, weil Du den Gott Deines eigenen Willens über den Herrn stellst. Willst Du das wirklich? Dann ist Dein eigentlicher Gott Dein eigenes Ich! Oder willst Du den Herrn nicht auch in diesem Stück von Herzen gehorsam sein? Gehorsam bedeutet Anerkennung der göttlichen Oberhoheit! Gehorsam bedeutet Aufopferung des eigenen Willens, und das ist das Höchste, was Du Gott je opfern kannst. Zeit, Geld und Kraft kannst Du auch bei einem teilweisen Gehorsam bringen. Aber nur ganzer Gehorsam bringt ganzen Segen!


Die Haltung einer reifen Christin hat mich einmal sehr gefreut. Sie sagte mir im Blick auf die Taufe: "Ich kann dem Herrn im Alltag oft nur schwach zeigen, daß ich ihm gehorsam sein will (im Reden, in Gedanken, usw.). Aber in diesem Stück möchte ich dem Herrn Jesus gerne meinen ganzen Gehorsam zeigen." Dann ließ sie sich mit über 60 Jahren taufen. Willst Du das nicht ebenso? Der Herr Jesus lehrte seine Jünger: "Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten" (Joh.14,15). Bitte folge Christus auch in diesem Stück nach, selbst wenn menschliche Traditionen und Meinungen dagegen stehen. Scheue den eventuellen Prestigeverlust nicht! Der Herr sagt: "Wie könnt Ihr glauben, wenn Ihr Ehre voneinander nehmt?" Ist Dir die Ehre und das Ansehen bei Menschen wichtiger als die Ehre bei Gott?


Was hindert mich, getauft zu werden? Der Unglaube, das Vertrauen auf ein vermeintliches Sakrament, das Hängen an einer menschlichen Tradition, oder der Ungehorsam im Herzen? Bitte laß Dich nicht hindern! Sieh auf das Gebot und Vorbild des Herrn Jesus Christus! Er ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Betrachte das Leben der Apostel! Sie bezeugen einhellig die Taufe der Gläubigen durch Untertauchen. Laß Dich durch das Beispiel der ersten Christen ermutigen und tritt auf die Seite derjenigen, die Gottes Wort höher achteten als menschliche Traditionen. Bezeuge durch Untertauchen, daß Du mit Jesus Christus gestorben und auferstanden bist! Willst Du als Kind Gottes dieses herrliche Bekenntnis nicht ablegen? Der treue Herr gebe Dir Kraft und Mut dazu!

W.Plock